„Mozart in Theresienstadt“

13.09.-27.09.2011

Die Ausstellung, die im Rahmen der Mozartiade im Jüdischen Kulturmuseum gezeigt wird, thematisiert das Musikleben in Theresienstadt von der Gründung des Lagers 1941 bis zu den letzten Transporten nach Auschwitz 1944. „Mozart“ steht dabei für die vielen Komponisten, die sein musikalisches Erbe auch unter den unvorstellbaren Bedingungen der KZ-Haft pflegten. Im Rahmen der „Freizeitgestaltung“, die das NS-Regime in Theresienstadt zu propagandistischen Vorführzwecken erlaubte, gelang es Künstlern wie dem schlesischen Komponisten Viktor Ullmann mit und durch Kultur Widerstand zu leisten und damit wenigstens für Stunden Licht in ihr Dunkel zu bringen.
Viktor Ullmann wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er weiter komponierte. Kurz bevor er 1944 nach Auschwitz verlegt und dort ermordet wurde, schuf er das Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ nach der Erzählung von Rainer Maria Rilke.

Eröffnung am 13.09.2011 um 19.00 Uhr
mit Aufführung des Melodrams „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“.
Lesung: Rudolf Guckelsberger, Rundfunksprecher und Rezitator aus Stuttgart
Klavierbegleitung: PD Dr. Jascha Nemtsov, Mitglied des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Potsdam und Kurator der Ausstellung

Pressestimmen: Artikel in der Augsburger Allgemeinen 16.9.2011 lesen