Mitgebracht – Schach bei den Augsburger Juden

In Zusammenarbeit mit dem Amateur-Schachclub der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg /
22.02. – 10.04.2011

Schach fasziniert Menschen seit mehr als einem Jahrtausend. Seine Herkunft ist unklar. Europa erreichte es im frühen Mittelalter über Persien und den arabischen Raum. Jüdische Gelehrte und Spieler begleiteten den Siegeszug des „königlichen“ Spiels auf dem alten Kontinent. Auch in der Sowjetunion, wo Schach als ideologische Waffe im Kampf gegen den Westen gefördert wurde, gehörten Juden zur Schachelite.

In den jüdischen Gemeinden in Deutschland erlebt das Schachspiel seit 15 Jahren mit der Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion spürbaren Aufschwung. Auch in Augsburg gründeten Zuwanderer einen Schachclub. Viel haben die Immigranten aus der alten Heimat nicht mitbringen können, Schachliteratur und Schachspiele hatten dennoch nicht wenige im Gepäck.

Die Ausstellung blickt auf die Geschichte des Schachspiels und seine Anfänge in Augsburg zurück und betrachtet seine Bedeutung in der jüdischen Tradition. Vor allem aber stellt sie einige der leidenschaftlichsten Spieler aus der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg vor. Unter ihnen sind ein Großmeister sowie mehrere regionale und nationale Meister sowie ein ehemaliger „Schachdirektor“. Sie erzählen, was sie am Schachspiel fasziniert und welche Bedeutung es für ihr Leben in Deutschland hat.

Am 3.04.2011 findet das traditionelle Schnellschachturnier der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg im Festsaal der Synagoge statt. Besucher sind eingeladen, sich die Spielrunden ab 11.30 Uhr anzuschauen. Anmeldung und Informationen unter 0821 – 51 36 58.