Neue jüdische Feiertage - in Israel und der Diaspora

Eine Installation am Wechselausstellungstisch/
19.05.2009 – 15.09.2009

„Und nach Osten hin ein Auge nach Zion blickt.“

ausstellung-013Das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben schließt den Ausstellungszyklus zu den traditionellen jüdischen Festen, den es in den letzten zwei Jahren im Wechsel der Jahreszeiten gezeigt hat, Mitte Mai mit einer Installation zu den neuen jüdischen Gedenk- und Feiertagen ab.

Im Frühjahr erinnern sich Juden in der ganzen Welt alljährlich an die jüngste jüdische Geschichte. Sie begehen vier Gedenk- und Festtage, die vom Staat Israel als Feiertage eingeführt und inzwischen von vielen jüdischen Gemeinden in anderen Ländern übernommen wurden. Den Auftakt bildet der Jom ha-Shoa (Trauertag für die Opfer der Shoa). Eine Woche später folgen unmittelbar nacheinander der Jom ha-Sikaron (Gedenktag für die gefallenen Soldaten und die Opfer des Terrorismus) und der Jom ha-Azma’ut (Unabhängigkeitstag). Drei Wochen später wird schließlich der Jom Jeruschalajim (Jerusalemtag) gefeiert.

Da sich die neue Installation anders als die bisherigen Festausstellungen ganz auf die Gegenwart bezieht, hat sie auch eine neue Form erhalten. Sie stellt einleitend die Entstehungsgeschichte der vier Gedenk- und Feiertage vor und lässt dann Augsburger Jüdinnen und Juden selbst zu Wort kommen. In persönlichen Stellungnahmen, die im Rahmen einer Umfrage entstanden sind, erzählen sie von der Bedeutung, die die neuen jüdischen Feiertage für sie haben. Einige haben auch ein Erinnerungsstück für die Installation zur Verfügung gestellt, das für sie einen engen Bezug zu den Gedenk- und Feiertagen hat.