Moritz Daniel Oppenheim - Idealbilder jüdischen Lebens

14.10.2009 – 17.01.2010

ausstellung-001Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882) begründete mit dem Bilderzyklus „Bilder aus dem Altjüdischen Familienleben“ die jüdische Genremalerei. Seine Darstellungen des jüdischen Alltags im 19. Jahrhundert wurden zu Ikonen eines neuen Selbstverständnisses im deutschen Judentum. Die Ausstellung zeigt Oppenheims Versuch auf, durch Idealbilder jüdischen Lebens einem christlichen Publikum den Akkulturationswillen des jüdischen Bürgertums zu demonstrieren und gleichzeitig seinen Glaubensgenossen ein neues Selbstwertgefühl zu vermitteln. Um die erzieherische Absicht des gesamten Zyklus‘ zu unterstreichen, wurden die einzelnen Bilder von Kommentaren des konservativen Reformrabbiners Leopold Stein (1810 – 1882) begleitet, die den Zyklus zu einer Einheit von Bild und Text machen.

Eröffnung
am 14.10.2009 um 19.00 Uhr im Festsaal.
Führung durch die Ausstellung am 28.10. und 01.12.2009 jeweils um 18.00 Uhr.

Begleitprogramm
28. Oktober 2009, 19 Uhr
Moritz Daniel Oppenheim, „Das Altjüdische Familienleben“ Bürgerliche Gleichstellung und neue Selbstwahrnehmung.
Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Eva Atlan, Jüdisches Museum Frankfurt am Main.

1. Dezember 2009, 19 Uhr
Die Frankfurter Judengasse. Das erste Ghetto in Deutschland.
Vortrag mit Lichtbildern von Fritz Backhaus, Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

13. Januar 2010, 19 Uhr
Die schwäbischen Judendörfer – Zusammenleben ohne Ghetto.
Vortrag von Professor Dr. Rolf Kießling, Augsburg.

Alle Vorträge im Rahmen des Begleitprogramms finden im Festsaal der Synagoge statt.

Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen
„Was geht denn da vor? Was wird denn da gefeiert?“.
Einblicke in Feste und Traditionen bei deutschen Juden.
Mitmach-Führungen und Workshops am 26.10., 10.12. und 15.12., jeweils von 10 bis 13 Uhr (Workshops), weitere Termine nach Vereinbarung.
Telefon 0821-513658 (Frau Hazan).