01.12.2009

Die Frankfurter Judengasse. Das erste Ghetto in Deutschland

Vortrag mit Lichtbildern von Fritz Backhaus, Stellvertretender Direktor, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main

Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Moritz Daniel Oppenheim: Idealbilder jüdischen Lebens“

Bis heute werden Moritz Daniel Oppenheims Bilder aus dem Altjüdischen Familienleben häufig als wirklichkeitsgetreue Abbilder des Ghetto-Lebens missverstanden, statt als Idealbilder erkannt. Deshalb stellt der Lichtbildvortrag am Beispiel Frankfurts die reale Situation im Ghetto vor. 1462 wurden die Juden in Frankfurt gezwungen, ihre alten Wohnsitze im Zentrum der Stadt zu verlassen und in eine neu angelegte Judengasse umzuziehen. Die Judengasse, die bis 1796 bestand, war das erste und gleichzeitig auch eines der letzten Ghettos in Deutschland vor der Emanzipation. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, warum es zur Einrichtung des Ghettos kam, welche Bedeutung es für jüdisches Leben hatte und wie sich Frankfurt zu einem der wichtigsten jüdischen Siedlungszentren in Mitteleuropa entwickelt hat.

Der Referent Fritz Backhaus ist Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt und Leiter des Museums Judengasse. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der Judengasse und zur deutsch-jüdischen Geschichte vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

Vor Beginn des Vortrags, findet um 18 Uhr eine öffentliche Führung durch die Wechselausstellung mit Fritz Backhaus und Dr. Benigna Schönhagen statt.

Titel: Die Frankfurter Judengasse. Das erste Ghetto in Deutschland
Startzeit: 19:00
Date: 2009-12-01