14.10.2009

Moritz Daniel Oppenheim. Idealbilder jüdischen Lebens

Eröffnung der Wechselausstellung

Der im Hanauer Ghetto geborene Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882) gilt als erster jüdischer Maler Deutschlands. Seine „Bilder aus dem Altjüdischen Familienleben“ wurden zwischen 1866 und 1882 immer wieder neu als Lichtdrucke aufgelegt. Über Veröffentlichungen in Zeitschriften, als Postkarten oder Wandschmuck bis hin zur Werbung haben sie massenhafte Verbreitung gefunden. Sie wurden zu Ikonen eines neuen Selbstverständnisses des deutschen Judentums nach der Emanzipation. Der Maler wollte mit diesen IDEALBILDERN JÜDISCHEN LEBENS einem christlichen Publikum den Akkulturationswillen des emanzipierten jüdischen Bürgertums vor Augen führen und seinen Glaubensgenossen gleichzeitig ein neues Selbstwertgefühl vermitteln. Oft als simples Abbild missverstanden, haben diese idealisierten Genreszenen die Vorstellungen über Juden und jüdisches Leben nachhaltig geprägt.

Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, dem 14. Oktober, um 19 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich in den Festsaal der Synagoge, Halderstaße 6-8 ein.

Die Ausstellung wurde von Dr. Eva Atlan, Kustodin der Kunstsammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, kuratiert.
Frau Dr. Atlan wird in die Ausstellung einühren.

Titel: Moritz Daniel Oppenheim. Idealbilder jüdischen Lebens
Startzeit: 19:00
Date: 2009-10-14